Hofbräu Festzelt Fassade auf Oktoberfest in Dämmerung
29. Juli 2026

Hofbräu Festzelt 2026

www.hb-festzelt.de

Die Wirtefamilie Steinberg betreibt das Zelt seit 1980.
Aktuell (seit 2022) führt Silja Steinberg das operative Geschäft.

Abmessungen Zelt:

  • Länge: 85 m
  • Breite: 62 m
  • Firsthöhe: ca. 13 m
  • Krone: 3 m
  • Fläche Zelt: ca. 5.210 m²
  • Garten: ca. 2.365 m²
  • Gesamtfläche Erdgeschoß: ca. 7.600 m² (=500 m² größer als ein Fußballfeld)
  • Gesamtfläche mit Emporen und Garten: 13.700 m²
  • Ges.-Dachfläche: ca.5.000 m²
  • Bühnengröße: 40 qm
     

Zeltkapazität:

  • Sitzplätze innen: 4.473
  • Sitzplätze Balkone: 1.544
  • Stehbereich: 940
  • Sitzplätze Garten: 3.034
  • Plätze gesamt: 9.991
  • Zeltausstattung: 7 Boxen, 38 Stehtische, ca. 900 Sitztische

 

  • Tägliche Besucherzahl: ca.16.000 Personen bis max. 25.000 Besucher
  • Gästezahl gesamt in 16 Tagen: ca. 250.000 Personen
  • Anzahl Bedienungen/Kellner: 280 Personen
  • Küche: ca. 50 Mitarbeiter
  • Wiesn-Büro: ca. 15 Mitarbeiter
  • Musiker: 24 Personen
  • Anzahl Security: 85 bis zu 90 Personen (zu Spitzenzeiten)
  • Reinigungspersonal: ca. 60 Personen
     

Besonderheiten:
Zeltdekoration: 12 Zentner Hopfen
Einziges Oktoberfestzelt mit einem Stehbereich
Großer, rotierender Engel Aloisius in der Zeltmitte

Die Bedienungen sind alle einheitlich mit einem blauen Dirndl und einer grün-blauen Schürze mit unserem Logo ausgestattet, die aus bayerischer Fertigung stammen.
Die Kellner servieren in Lederhose, Trachtenhemd und Weste.
Jeweils drei Bedienungen bzw. Kellner arbeiten in einem Team „auf einen Geldbeutel“ zusammen und teilen sich ca. 12 Tische.
Zur Sicherheit der Gäste wird das Zelt im Innen- und Außenbereich seit 2016 mit 32 HD- Kameras überwacht.
 

Kosten Auf- und Abbau Festzelt:

  • ca. 2 Mio. Euro
  • Personal ca. 2 Mio Euro

Bis der Vorhang sich hebt, haben 60 Männer 60 harte Tage vor sich: aus 350 Tonnen, 20.000 Bauelementen und 1,6 Millionen Einzelteilen entsteht das Hofbräu-Festzelt.
 

Die Krone:
Die Krone befindet sich seit 1989 auf dem Dach des Zeltes, ist dreidimensional gebaut, von allen Seiten sichtbar und feststehend
Gesamthöhe: ca. 3,0 m
Gewicht: ca. 1.000 Kg
Beleuchtung: ca. 120 m flexible LED-Lichtbänder in sonderangefertigten, farbigen Kabelkanälen sowie in Acrylglas-Applikationen mit einer Gesamtleistungsaufnahme von ca. 1.050 W und 100 mA.
Die Krone steht auf einer Stahlkonstruktion am First des Zeltes, 13 m über dem Gelände.
Montage: Die Krone wird nach dem Zusammenbau auf der Geländeebene mit einem Autokran nach oben gehievt.
 

Die Maßkrüge:
Etwa 70.000 Maßkrüge bzw. 1,0l-Isar-Seidel sind auf dem Oktoberfest im Einsatz.
Davon bleiben nach dem Oktoberfest etwa 20.000 Stück unversehrt übrig. Von den 50.000 fehlenden werden, trotz der hervorragenden Leistung der Security-Mannschaft, etwa 7.500 Stück als Souvenir von den Besuchern mitgenommen, die restlichen 42.500 gehen zu Bruch.
 

Der Aloisius:
Der Aloisius im Hofbräu-Festzelt besteht aus vier Teilen, der Wolkenbank, dem Rumpf, dem Kopf und den Flügeln. Bei einer Größe (Höhe) von 350 cm wiegt er 150 kg. Das verwendete Material ist ein extrudierter Hartschaum mit Dispersionsanstrich sowie einem zusätzlichen Anstrich mit schwer entflammbarem Brandschutzmittel. Dank eines Motors dreht sich der Aloisius laufend (in 1 Min. 20 Sec.) um seine eigene Achse.
Die Figur des Aloisius im Hofbräu-Festzelt entstand nach der Figur des „Münchner im Himmel“ der Trickfilm-Version von Walter und Traudl Reiner aus dem Jahr 1962. Die Anzahl der BHs oder Unterwäsche-Teile hat in den letzten Jahren stark abgenommen. Während in der Hochzeit bestimmt 1.000 Unterwäsche-Teile während des Oktoberfestes Ihren Weg aus dem Stehbereich vor der Bühne auf den Aloisius fanden, sind es aktuell nicht mehr als 100 Wäschestücke.
 

Kapelle Alois Altmann und seine Isarspatzen:
insgesamt ca. 24 Musiker/innen
Spielzeit :11:00 Uhr bis 22:30 Uhr
Besetzung: Trompeten, Klarinetten bzw. Saxophone, Tenorhorn, Posaune, Tuba, E-Bass, Schlagzeug, Keybord, Gitarre, Gesang
Um den optimalen Ton im Hofbräu Festzelt kümmert sich Alois Grob.
Der Altersdurchschnitt liegt bei ca. 33 Jahren.
Die Spielzeit je Musiker in 16 Tagen beträgt etwa 190 Stunden
Musikstücke im Angebot: etwa 340

Die Kapelle teilt sich an den Sonn- und Feiertagen in 4 Gruppen auf. Somit können von 11.00 Uhr bis zum Ende um 22.30 Uhr die Gäste immer musikalisch unterhalten werden.
Die einzelnen "Bands":

  • Nachmittags 12 Musiker 45 Minuten Pause / 12 Musiker auf dem Podium
  • Abends 24 Musiker auf dem Podium
  • Im Abendprogramm kann sich dann die Combo-Besetzung mit 8 Musikern und Sängern den einzelnen Musikpartien widmen, (Rock usw.), evtl. mit einzelnen Bläsern noch verbessert.

Bis ca. 18.00 Uhr wird schwerpunktmäßig traditionelle Blasmusik im Sinne des Veranstalters - der Stadt München - gespielt. Ab 18.00 Uhr wird das Musikprogramm dann internationaler und rockiger. Das „Prosit der Gemütlichkeit“ wird pro Stunde ca. viermal gespielt. Die Musik darf bis 18:00 Uhr nicht lauter werden als 85 db bzw. nach 18.00 Uhr nicht lauter als 90 db.
 

Was wird in 16 Tagen konsumiert? (Zahlen 2025)

  • 582.500 Maß Hofbräu-Bier (entspricht 5.825 Hl)
  • 60.000 halbe Hendl
  • 5.000 Portionen Schweinshaxn
  • 3.500 Paar Schweinswürstl (entspricht 7.000 Stück)
     

Das Oktoberfestbier von Hofbräu München:
Braubeginn: im April
Alkoholgehalt: ca. 6,3% Vol.
Stammwürze: ca. 13,6-13.9 Gew. %
Kcal/ Liter: 480-510
Charakteristik: weich, malzbetont, körperreich, kräftig, süffig, leichte Hopfenbittere
Farbe: goldgelb, etwas dunkler als Helles
Kulinarisch: Die malzig-süße und vollmundige Art passt ideal zur bayerischen Traditionsküche
 

Menge Hofbräu Oktoberfestbier 2025 insgesamt: 5.090.000 Liter (50.900 HL)
Davon 5.825 HL bzw. 11 Prozent auf dem Oktoberfest (entspricht 582.500 l Bier)
Verteilung 2025 (50.900 HL):
Fass: 38,6 %
Flasche: 49,9 %
Tank: 11,5 %
Davon Export: 56,9 %

Das „Hofbräu Oktoberfestbier“ ist ab Anfang August im gut sortierten Handel und in Getränkefachmärkten erhältlich (deutschlandweit, vorwiegend in Ballungszentren). Den Gastronomen wird es ab Anfang September angeboten. Auch über 40 Exportländer werden mit dem Oktoberfestbier beliefert, die wichtigsten sind USA und Italien.
 

Ablauf Oktoberfest über das Jahr:
März: Reservierungsbeginn
Juli: Start Zeltaufbau
Anfang September: Reservierungsbüro auf der Wiesn
Oktober: Abbau
 

Wie viele Toiletten gibt es?
Insgesamt stehen für die Ladies 67 WC-Kabinen zur Verfügung. Bei den Gentlemen sind es 26 Einzelurinale, 60 Meter Urinalrinne und 20 WC-Kabinen sowie ein barrierefreies WC.
 

Wird das Bier noch aus Holzfässern ausgeschenkt?
Nein. Das Traditionsgespann, das von sechs Brauereipferden beim Einzug der Wiesnwirte gezogen wird, zeigt uns nur, wie früher das Bier auf die Theresienwiese gebracht wurde. Heute wird das Bier aus 70 bzw. 50 Hektoliter Tanks (7.000 / 5.000 Liter) ausgeschenkt. 13 dieser Tanks befinden sich im Hofbräu Festzelt. An Schänke eins und Empore Ost 3 Tanks mit 70 hl und 50 hl, an Schänke zwei 1 Tank mit 70 Hl und 2 Tanks mit 50 hl, an Schänke drei 3 Tanks mit 70 hl, die Empore West wird von Schänke 2 und 3 versorgt, im Garten 3 Tanks a 70 hl und in Schänke vier 1 Tank mit 70 hl. Das macht eine Gesamtkapazität von 830 hl. Da diese Tanks aufgrund des Drucks nicht bis zum Anschlag gefüllt werden können, befinden sich täglich etwa 780 HL Oktoberfestbier im Festzelt. Die dicken Wände der Tanks mit einer 20 cm dicken Isolierung sorgen dafür, dass selbst bei direkter Sonneneinstrahlung die Temperatur des Bieres nur um 1 Grad pro Tag steigt. Zudem haben die großen Tanks den Vorteil, dass das Bier immer gleich ruhig gezapft werden kann.
 

Wie kommt das Bier in die Tanks?
Das Oktoberfestgelände darf von 09 Uhr vormittags bis 0:00 Uhr nicht befahren werden. Das gilt für alle Lieferanten, also auch unsere "Biertanker". Pünktlich um 0:00 Uhr fährt der erste Tankwagen die erste Schänke an. Hier werden der Reihe nach alle Tanks mit einer Art Feuerwehrschlauch mit hohem Druck befüllt, was ca. 20 Minuten pro Tank dauert. Die Temperatur des Bieres beträgt beim Befüllen zwischen 1 und 3 Grad. Ein Tankwagen mit einer Füllmenge von bis zu 270 HL fährt jede Nacht das Bier von der Brauerei auf die Wiesn, damit am nächsten Morgen wieder alle Tanks gefüllt sind.
 

Interview mit dem Braumeister Rolf Dummert

Verraten Sie uns das Rezept für Hofbräu Oktoberfestbier?
Da gibt es nichts zu verraten, weil es kein hundertprozentiges Rezept gibt. Bierbrauen ist nicht mit der Herstellung eines Erfrischungsgetränks zu vergleichen. Die Rohstoffe für ́s Bier sind nicht standardisiert, sie kommen direkt aus der Natur. Wie beim Wein kann auch die Qualität der Gerste oder des Hopfens je nach Jahrgang unterschiedlich sein. Der Brauer muss das Herstellungsverfahren den Rohstoffen anpassen und Schwankungen ausgleichen. Bier ist eben ein lebendiges Produkt.

Woran orientieren Sie sich dann?
Jede Brauerei hat einen Hausgeschmack, ein sogenanntes Aromaprofil. Es ist die Kunst des Brauers, dass das Ergebnis für den Bierliebhaber immer gleich schmeckt. Der Brauer wahrt sozusagen das Aromaprofil.

Schmeckt das Hofbräu Oktoberfestbier heute noch so wie anno dazumal?
Ganz sicher nicht. Die Brauwissenschaft verbessert ständig die Technik z.B. durch die Möglichkeiten schonender Herstellungsverfahren. Dadurch ändert sich auch der Geschmack, er wird weicher, angenehmer. Wahrscheinlich würden die Biere von den Anfängen des Oktoberfestes unseren heutigen Erwartungen gar nicht mehr entsprechen.

Downloads

Alle Materialien zur Pressemitteilung finden Sie hier zum Herunterladen:

Stefan Hempl, Pressesprecher
Sie haben Fragen an uns?
Stefan Hempl
Pressesprecher
[email protected]

Weitere Pressemitteilungen

Chinesischer Turm München mit Brotzeit und Mass Bier im Vordergrund
Am Freitag, 07.08.2026 laden Hofbräu München, die Haberl Gastronomie und der Biergarten am Chinesischen Turm ab 15:00 Uhr zu einem traditionellen bayerischen Festtag für die ganze Familie ein. Inmitten des Englischen Gartens erwartet die Besucher ein Programm, das Brauchtum, Musik und kulinarische Schmankerl vereint.
Django Asül mit Steinkrug vor dem Hofbräuhaus
Das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker und der neue Direktor des Staatlichen Hofbräuhauses in München, Dr. Jörg Lehmann laden am Dienstag, den 14. April 2026, zum traditionellen Maibockanstich ein.