Startseite

Von der Dolde ins Glas

Bis ein frisches Hofbräu-Bier in der Flasche perlt oder aus dem Zapfhahn ins Glas fließt, ist es ein weiter Weg. Am Anfang stehen Hopfen, Malz, Hefe und Wasser. So schreibt es auch das Deutsche Reinheitsgebot vor, nach dem wir seit mehr als vierhundert Jahren bei Hofbräu München arbeiten. Das einzigartige Verbraucherschutzgesetz von 1516 ist nicht nur Maßstab sondern zugleich auch Gütesiegel für die Qualität unserer Biere. Darüber hinaus achten wir schon beim Einkauf darauf, Rohstoffe in bester und kontrollierter Qualität zu verarbeiten. Gerne beziehen wir auch von regionalen Lieferanten oder setzen auf eigene Herstellung. Was dieser Anspruch konkret bedeutet, lässt sich am besten anhand unserer vier Rohzutaten zeigen.

Wasser

Wertvolles Nass aus eigenem Tiefbrunnen
Das Brauwasser für Hofbräu München ist kein gewöhnliches Grundwasser sondern stammt aus einem eigenen Tiefbrunnen: Unterhalb der Brauerei verlaufen unsere Wasserrohre rund 150 Meter in die Tiefe. Dort haben wir Zugriff auf Wasservorräte, die einst in der erdgeschichtlichen Phase des Tertiär im Voralpenland zurückblieben. Seit vor der Steinzeit ist dieses Wasser tief unter dem Boden konserviert und frisch wie am ersten Tag.

 
 
 

Hopfen

„Grünes Gold“ aus der Hallertau.
Der Hopfen, der unseren Bieren sein charakteristisches Aroma verleiht, stammt aus der Hallertau. Für unsere intensiven Geschmacksrichtungen kommen Bitterhopfensorten wie „Herkules“ und „Magnum“ in die Würze, mildere Aromahopfen wie „Hallertauer Perle“ oder „Select“ verfeinern unsere leichteren Biere. Nach der Ernte im Spätsommer wird das „grüne Gold“ der Hallertau getrocknet. Anschließend entfernt man Stiele und Blätter sowie die „unedlen Bestandteile“ der unbefruchteten, weiblichen Dolden. Zurück bleibt eine leicht klebrige, gelblich-grüne Masse: das Lupulin. Es enthält die hopfentypischen Bitteraromenstoffe und kann – zu sogenannten „Pellets“ zusammengepresst – mehrere Jahre bei bis zu 10 Grad Celsius ohne Qualitätsverlust lagern.

Malz

Natürlich gereift, individuell in der Farbgebung
Zirka 6.000 Tonnen Malz im Jahr von acht verschiedenen Lieferanten verarbeiten wir für unsere Hofbräu-Biere. Zu den verwendeten Sorten zählen helles und dunkles Gerstenmalz, Caramalz sowie helles und dunkles Weizenmalz für die Weißbiere. Bevor man von einem echten Malzkorn sprechen kann, müssen Gersten- und Weizenkörner für den Brauprozess aufbereitet werden. Dazu weicht der Mälzer das Korn in Wasser ein, es beginnt zu keimen und zu wachsen. Über die Feuchtigkeit, die Temperatur und die Belüftung steuert der Mälzer die natürliche Reifung. Im Anschluss kommt das Korn zum Trocknen. Je heißer der Trocknungsprozess, desto dunkler wird das Malz und desto kräftiger ist auch die Farbe des Bieres im Ergebnis.

 

Hefe

Eigene Reinzucht für gleichbleibend guten Geschmack
Glas für Glas und Flasche für Flasch: Damit die Fans unserer Hofbräu-Biere den von ihnen geliebten Biergeschmack immer wieder und in gleichbleibend guter Qualität erleben können, setzen wir von Hofbräu München auf eine eigene Hefe-Reinzucht-Anlage: Hefen sind Einzeller, die in Stämmen gezüchtet werden und sich selbst vermehren. Ob untergärig oder obergärig – die Hefe beeinflusst den Geschmack des Bieres entscheidend. Die untergärige Hefe arbeitet sechs bis sieben Tage lang bei kühlen 7 bis 9 Grad. Am Ende des Brauvorgangs setzt sie sich am Boden des Gärtanks ab und kann aus dem Biersud entfernt werden. Die obergärige Hefe liebt es wärmer: Bei Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad Celsius kommt sie so richtig auf Touren und werkelt vier bis fünf Tage lang. Mit der aufsteigenden Kohlensäure treibt sie nach oben und kann abgeschöpft werden.

Brauprozess Diagramm öffnen